Welche Farben liegen beim Zauberwürfel gegenüber? So funktioniert das Farbschema
Du hältst einen verdrehten Würfel in der Hand und fragst dich, wo Weiß eigentlich hingehört und welche Farbe auf der anderen Seite liegt. Wer die Zauberwürfel-Farben einmal verstanden hat, liest jeden Stein wie eine kleine Adresse. Sechs Farben, drei feste Paare und eine feste Reihenfolge reichen dafür aus.
Das Farbschema sagt dir, wo ein Kantenstein oder Eckstein hingehört, bevor du ihn überhaupt bewegst. Es erklärt, warum der Online-Löser manche Eingaben ablehnt, und warum ein Würfel mit falsch geklebten Stickern unlösbar wird. Mit drei Merkhilfen sitzt es nach wenigen Minuten.

Welche Farben liegen beim Zauberwürfel gegenüber?
Beim Standardwürfel liegen sich Weiß und Gelb, Rot und Orange sowie Blau und Grün gegenüber. Diese drei Paare sind fest und ändern sich durch kein Drehen. Seit 1988 nutzen die offiziellen Würfel dieses Schema, und fast alle Hersteller von Speedcubes haben es übernommen.
Auffällig ist, dass immer zwei ähnliche Farben ein Paar bilden. Weiß und Gelb sind die beiden hellen Farben, Rot und Orange die beiden warmen, Blau und Grün die beiden kühlen. Weil ähnliche Farben nie nebeneinander liegen, sitzen sie auch nie gemeinsam auf einem Stein. Das erleichtert die Arbeit, denn Rot und Orange musst du so nie auf demselben Teil auseinanderhalten.
Jede Farbe kommt auf dem Würfel genau neunmal vor, das ergibt 54 Felder. Eine Farbe grenzt immer an vier andere und nie an ihre Partnerfarbe. Weiß und Gelb haben deshalb dieselben vier Nachbarn, nämlich die vier Seitenfarben.
Der Aufbau dahinter ist schnell erklärt. Der Würfel besteht aus sechs Mittelsteinen, zwölf Kantensteinen und acht Ecksteinen. Wie diese Teile zusammenhalten und woher der Würfel kommt, steht ausführlich auf der Seite zur Geschichte und zum Aufbau des Zauberwürfels.

So sind die sechs Farben rund um den Würfel verteilt
Die Paare allein legen den Würfel noch nicht fest. Erst die Reihenfolge der vier Seitenfarben macht das Farbschema eindeutig. Auf dieser Website und in den meisten Anleitungen gilt die Grundhaltung Weiß oben, Grün vorne, Rot rechts. Daraus folgt der Rest von selbst. Blau liegt hinten, Orange links und Gelb unten.
Mit dieser Haltung beginnen auch die Bilder der Anleitung für Anfänger in 7 Schritten. Ab dem zweiten Schritt drehst du den Würfel dort mit Weiß nach unten. Danach zeigt Gelb nach oben, Blau zu dir, und Rot bleibt rechts. In der Notation heißt diese Drehung des ganzen Würfels x2, eine halbe Drehung um die Achse der rechten Seite.
Wenn du die Seitenfarben der Reihe nach sehen willst, drehst du den ganzen Würfel um die senkrechte Achse. Die Notation nennt diese Drehung y. Nach jeder Vierteldrehung kommt die frühere rechte Seite nach vorne. Mit Weiß oben erscheinen vorne also nacheinander Grün, Rot, Blau und Orange. Nach der vierten Drehung steht wieder Grün vorne, und der Würfel sieht aus wie am Anfang.
Diese Reihenfolge hilft beim weißen Kreuz. Wer weiß, dass rechts von Grün immer Rot liegt, sucht die passenden Kanten schneller. Wie die Buchstaben der Notation gemeint sind, erklärt der Artikel Zauberwürfel-Notation einfach erklärt.
Mit der Farbkarte probierst du jede Haltung selbst aus. Wähle zuerst die Farbe, die nach oben zeigen soll, und danach die Farbe, die zu dir zeigt. Der 3D-Würfel dreht sich mit echten Drehungen in diese Lage. Der aufgeklappte Würfel daneben zeigt dieselbe Haltung von allen sechs Seiten. Die Tasten x, y und z drehen den ganzen Würfel jeweils um eine Vierteldrehung.
Manche Kombinationen nimmt die Karte nicht an. Liegt Weiß oben, kann Gelb nie vorne sein, denn Gelb liegt dann unten. Statt einen unmöglichen Würfel zu zeichnen, nennt dir die Karte den Grund. Für jede der sechs Farben oben bleiben vier Farben für vorne, das ergibt genau 24 Haltungen.
Tippst du auf eine Seite des aufgeklappten Würfels, markiert die Karte ihre Gegenseite und nennt die vier Nachbarn. Darunter stehen alle 20 Steine, 12 Kanten und 8 Ecken. Ein Tipp auf einen Stein zeigt, wo er in der gewählten Haltung sitzt. Die Taste „Buchstaben auf den Feldern“ schreibt auf jedes Feld den Anfangsbuchstaben seiner Farbe, wie im Löser. W steht für Weiß, Ge für Gelb, R für Rot, O für Orange, B für Blau und G für Grün.
Mit „Karte ausdrucken“ bringst du den aufgeklappten Würfel aufs Papier. Das Blatt neben dem echten Würfel hilft beim Üben, weil du jede Seite mit dem Ausdruck vergleichen kannst. Dank der Buchstaben bleibt der Ausdruck auch in Schwarz-Weiß lesbar.


Warum sich die Mitten nie verschieben
Die sechs Mittelsteine sitzen auf einem Achsenkreuz im Inneren. Sie können sich nur um sich selbst drehen und bleiben zueinander immer gleich. Deshalb liegt Weiß nach jedem Scramble wieder gegenüber von Gelb, egal wie wild der Würfel aussieht.
Für dich heißt das, die Mitte bestimmt die Farbe ihrer Seite. Zeigt die Vorderseite eine grüne Mitte und daneben acht bunte Felder, wird diese Seite am Ende grün. Du musst dir nie überlegen, welche Seite welche Farbe bekommen soll. Die Mitten haben das längst entschieden.
Daraus ergibt sich der Grundgedanke jeder Anfängermethode. Du löst keine Farben, du löst Steine. Ein Stein ist erst richtig, wenn jede seiner Farben zur angrenzenden Mitte passt.
Beim 4x4 ist das anders, denn er hat keine festen Mittelsteine. Dort baust du die Mitten aus je vier Teilen selbst zusammen und kannst dabei zwei Seiten vertauschen. Die Seite 4x4 Zauberwürfel lösen zeigt, wie du das Farbschema an einer Ecke prüfst, bevor es zu spät ist.
Beim 4x4 übernimmt deshalb eine Ecke die Aufgabe der festen Mitten. Hältst du die weiß-grün-rote Ecke so, dass Weiß oben und Grün vorne liegt, gehört die rote Mitte nach rechts. Liegen zwei fertige Mitten anders, sind sie vertauscht. Der 5x5 hat wieder feste Mittelsteine und verhält sich beim Farbschema wie der 3x3.

Am Farbschema erkennst du jeden Stein
Ein Kantenstein trägt zwei Farben, die nebeneinanderliegen. Daraus ergibt sich, dass es genau zwölf Kanten gibt. Jede Farbe hat vier Nachbarn, und jedes Nachbarpaar teilt sich genau eine Kante. Eine Kante Weiß-Gelb oder Rot-Orange existiert nicht.
In der Grundhaltung verteilen sich die zwölf Kanten auf die drei Schichten:
- Oben sitzen Weiß-Grün, Weiß-Rot, Weiß-Blau und Weiß-Orange.
- In der mittleren Schicht sitzen Grün-Rot, Rot-Blau, Blau-Orange und Orange-Grün.
- Unten sitzen Gelb-Grün, Gelb-Rot, Gelb-Blau und Gelb-Orange.
Ein Eckstein nimmt aus jedem Paar genau eine Farbe. Aus Weiß oder Gelb, Rot oder Orange und Blau oder Grün entstehen so zwei mal zwei mal zwei Möglichkeiten und damit acht Ecken. Weiß-Rot-Grün ist eine davon, Gelb-Orange-Blau eine andere.
Die Adresse eines Steins liest du direkt an seinen Farben ab. Die Kante Weiß-Rot gehört zwischen die weiße und die rote Mitte. Die Ecke Weiß-Grün-Rot gehört dorthin, wo sich die weiße, die grüne und die rote Seite treffen. In der Grundhaltung ist das vorne rechts oben.
Auch die Drehrichtung einer Ecke ist festgelegt. Schaust du von außen auf die Ecke Weiß-Grün-Rot, kommt im Uhrzeigersinn nach Weiß zuerst Rot und dann Grün. Die gespiegelte Reihenfolge kommt auf einem richtigen Würfel nie vor. Findest du sie trotzdem, wurden Sticker vertauscht oder ein Stein falsch eingesetzt.
Alle acht Ecken mit ihrem Platz in der Grundhaltung, die Farben jeweils im Uhrzeigersinn ab Weiß oder Gelb gelesen:
- Vorne rechts oben Weiß, Rot, Grün
- Vorne links oben Weiß, Grün, Orange
- Hinten links oben Weiß, Orange, Blau
- Hinten rechts oben Weiß, Blau, Rot
- Vorne rechts unten Gelb, Grün, Rot
- Vorne links unten Gelb, Orange, Grün
- Hinten links unten Gelb, Blau, Orange
- Hinten rechts unten Gelb, Rot, Blau
Wenn du dir beim Zauberwürfel-Farben merken willst, bringt diese Sicht am meisten. Du musst keine 54 Felder im Kopf behalten. Es genügen die drei Paare und eine Ecke, aus der sich alle anderen ableiten. Gerade beim weißen Kreuz mit passenden Seitenfarben sparst du damit viel Sucherei.



Was der Löser beim Scannen mit dem Farbschema macht
Der Zauberwürfel-Löser mit Kamera-Scan rechnet mit dem Standard-Farbschema. Du zeigst ihm die sechs Seiten in beliebiger Reihenfolge. Er erkennt jede Seite an ihrer Mittelfarbe und setzt den Würfel aus den sechs Fotos selbst zusammen.
Bevor er rechnet, prüft er, ob dein Würfel so überhaupt existieren kann. Taucht eine Kante mit zwei gegenüberliegenden Farben auf, stimmt etwas nicht. Meist wurde nur ein Feld falsch gelesen. Der Löser zeigt dir dann die verdächtigen Felder, und du korrigierst sie mit einem Tipp oder scannst die Seite neu.
Die häufigste Verwechslung beim Scan betrifft Rot und Orange. Bei warmem Lampenlicht wirkt Orange rötlich, im Schatten sieht Rot dunkel und fast braun aus. Tageslicht von vorne und ein ruhig gehaltener Würfel helfen am meisten. Gelb und Weiß vertauscht die Kamera seltener, aber bei vergilbten Stickern kann auch das passieren.
Der Löser erwartet beim Lösen dieselbe Haltung, mit der du die letzte Seite gezeigt hast. Vor dem ersten Zug fragt er, ob die Seite vor dir genau so aussieht wie auf dem Bildschirm. Diese Kontrolle dauert zwei Sekunden und verhindert, dass du den Würfel um eine Vierteldrehung versetzt hältst. Dann würde jeder Zug auf der falschen Seite landen.
Wenn du die Farben im Löser von Hand eingibst, zählt er mit, wie viele Felder jeder Farbe noch fehlen. Neun pro Farbe müssen es am Ende sein. Hat dein Würfel ein anderes Farbschema, meldet der Löser Steine, die es so nicht geben kann. In diesem Fall hilft nur die Anfängermethode mit Notation, denn deren Zugfolgen funktionieren unabhängig von den Farben.

Abweichende Farben bei alten und billigen Würfeln
Nicht jeder Würfel hält sich an das Standardschema. Vor allem in Japan war lange ein anderes Schema verbreitet. Dort liegt Blau gegenüber von Weiß und Grün gegenüber von Gelb, nur Rot und Orange bilden weiterhin ein Paar. Auch manche Würfel aus den frühen 1980er-Jahren und einige namenlose Billigwürfel weichen ab.
Zum Lösen ist das kein Problem. Die Zugfolgen der Anfängermethode beschreiben Bewegungen, keine Farben. Ein Würfel mit japanischem Schema löst sich mit denselben Algorithmen. Nur die Bilder in Anleitungen sehen dann anders aus, und du musst die Farben im Kopf übersetzen.
Prüfen kannst du dein Schema in wenigen Sekunden. Schau dir zuerst die Mitten an. Liegt Weiß gegenüber von Gelb, Rot gegenüber von Orange und Blau gegenüber von Grün? Dann nimm die Ecke mit Weiß, Grün und Rot und halte sie mit Weiß nach oben und Grün zu dir. Liegt Rot rechts, hast du einen Standardwürfel.
Die Farbkarte nimmt dir diese Prüfung unter „Prüfe deinen Würfel“ ab. Zuerst trägst du die sechs Mitten ein, so wie du den Würfel gerade hältst. Die Karte sagt dir dann, ob er das Standardschema hat, ein gespiegeltes oder ein anderes. Ein anderes Schema meldet sie als Abweichung. Danach rechnet die Prüfung mit deinen Mitten weiter, denn kaputt ist so ein Würfel deswegen nicht.
Im zweiten Schritt tippst du die Farben eines einzelnen Steins an. Eine Ecke betrachtest du dabei von außen und tippst ihre Farben im Uhrzeigersinn an. Eine Kante mit zwei Gegenfarben gibt es nicht, und eine Ecke mit falscher Drehrichtung entsteht nur durch umgeklebte Sticker. Meldet die Karte einen solchen Stein, lies seine Farben noch einmal ab. Bleibt das Ergebnis gleich, hast du den verdächtigen Stein gefunden, bevor du lange vergeblich drehst.
Ein anderer Fall sind Würfel, bei denen jemand Sticker abgezogen und neu geklebt hat. Oft passt danach die Zahl der Farben, aber einzelne Ecken zeigen die gespiegelte Reihenfolge. Solche Würfel lassen sich nicht mehr lösen, egal wie gut du drehst. Abhilfe schaffen nur neue Sticker in der richtigen Anordnung. Klebe sie Seite für Seite und vergleiche jede Ecke mit der Drehrichtung Weiß, Rot, Grün, bevor du weitermachst.
Ältere Würfel haben oft einen weißen oder schwarzen Grundkörper. Bei manchen Modellen mit weißem Körper fehlt der weiße Sticker ganz, und das nackte Plastik bildet die weiße Seite. Das ist kein Fehler, solange die übrigen fünf Farben richtig sitzen.

Sticker, stickerless und die Sache mit Rot und Orange
Moderne Speedcubes sind fast alle stickerless. Die Farbe steckt direkt im Kunststoff, nichts kann sich ablösen oder verrutschen. Das Schema ist dasselbe, nur die Farbtöne sind oft kräftiger und leicht neonartig.
Genau diese Farbtöne schwanken zwischen Herstellern. Manche Würfel haben ein sehr gelbliches Orange, andere ein Rot mit Stich ins Pinke. Bei einigen Modellen liegen Rot und Orange so nah beieinander, dass du sie bei schlechtem Licht verwechselst. Schau dir vor dem Kauf Fotos bei Tageslicht an, wenn dir das wichtig ist.
Bei Stickerwürfeln kommt Verschleiß dazu. Sticker an viel benutzten Ecken nutzen sich ab, und Weiß vergilbt mit den Jahren. Ein vergilbter weißer Sticker sieht neben einem blassen gelben dann fast gleich aus. Tauschst du nur einzelne Sticker, kann der Würfel scheckig werden.
Wer einen neuen Würfel sucht, findet in der Kaufberatung für Speedcubes einen Überblick über Sticker, stickerless und Pflege. Für das Farbschema spielt die Bauart keine Rolle. Ob Sticker, Kacheln oder durchgefärbtes Plastik, die Paare bleiben gleich.

Mit Farbenschwäche den Würfel lösen
Eine Rot-Grün-Schwäche betrifft rund acht Prozent der Männer und deutlich weniger Frauen. Beim Würfel macht sie sich vor allem bei Rot, Orange und Grün bemerkbar. Wenn du beim Zauberwürfel Farben schlecht unterscheiden kannst, hilft dir das Schema mehr als jedem anderen.
Der wichtigste Trick heißt Ausschluss. Du kennst sicher Weiß, Gelb und Blau. Bleibt bei einem Stein unklar, ob eine Seite rot oder orange ist, schau auf die anderen Farben. Eine Kante, die an Weiß und eine rötliche Farbe grenzt, kann nur Weiß-Rot oder Weiß-Orange sein. Welche der beiden Kanten noch fehlt, verrät dir ein Blick auf die schon gelösten Teile.
Bei Ecken geht es noch leichter. Kennst du zwei Farben und ihre Lage, ergibt sich die dritte aus der Drehrichtung. Die Ecke Weiß-Grün mit der fraglichen Farbe im Uhrzeigersinn nach Weiß ist Weiß-Grün-Rot. Liegt die fragliche Farbe dagegen gegen den Uhrzeigersinn neben Weiß, muss es Orange sein.
Praktische Hilfen gibt es ebenfalls. Du kannst kleine Buchstaben auf die Sticker schreiben oder Würfel mit fühlbaren Symbolen verwenden, die auch blinde Menschen lösen können. Im Löser lässt sich unter den Einstellungen „Farbbuchstaben auf den Feldern zeigen“ einschalten. Dann steht auf jedem Feld des 3D-Würfels der Anfangsbuchstabe seiner Farbe. Dieselben Buchstaben zeigt die Farbkarte, auch auf dem Ausdruck.
Gutes Licht bringt zusätzlich viel. Tageslicht oder eine neutralweiße Lampe zeigen die Unterschiede deutlich besser als warmes Licht am Abend. Viele mit Farbenschwäche lösen den Würfel auf diese Weise ohne Probleme.
Drei Merkhilfen für das Farbschema
Für die Paare gibt es eine Eselsbrücke aus dem Malkasten. Mischst du Gelb zu einer Farbe, bekommst du ungefähr ihre Partnerin. Weiß mit Gelb ergibt Gelb, Rot mit Gelb ergibt Orange, Blau mit Gelb ergibt Grün. Diese Regel stimmt farblich nur grob, aber sie trennt die drei Paare zuverlässig.
Für die Haltung reicht der Stabreim „Rot rechts“. Wer ihn zusammen mit der weißen Oberseite und der grünen Vorderseite im Kopf hat, kann den ganzen Würfel rekonstruieren, denn Orange liegt dann links, Blau hinten und Gelb unten.
Wer gern in Ecken denkt, merkt sich eine einzige Ecke. Blau, Orange und Gelb folgen an ihrer gemeinsamen Ecke im Uhrzeigersinn aufeinander. Englischsprachige Cuber nennen diese Ecke wegen der Anfangsbuchstaben „BOY“. Daraus lassen sich alle anderen Ecken ableiten, weil das Tauschen einer Farbe gegen ihre Partnerin die Drehrichtung umkehrt.
Am besten wirken die Merkhilfen, wenn du sie gleich ausprobierst. Für Kinder gibt es außerdem eine eigene Anleitung mit Eselsbrücken für Kinder, die mit denselben Farben arbeitet.

Teste das Schema an deinem eigenen Würfel. Verdrehe ihn mit ein paar Zügen und suche dann gezielt die Kante Weiß-Rot und die Ecke Weiß-Grün-Rot. Bestimme vor dem Drehen, wo sie hingehören. Wer das ein paarmal gemacht hat, findet Steine im 3D-Simulator zum Online-Spielen und am echten Würfel deutlich schneller.
Wer mehr über die Herkunft des Würfels erfahren möchte, findet auf der Seite mit Fakten rund um den Zauberwürfel die Geschichte von Ernő Rubik bis heute. Mit dem sicheren Blick für die Farben gelingen dir auch die schönen Muster mit Zugfolgen leichter.
Häufige Fragen
Welche Farbe liegt beim Zauberwürfel gegenüber von Weiß?
Beim Standardwürfel liegt Gelb gegenüber von Weiß. Nur bei Würfeln mit japanischem Schema ist es Blau. Schau auf die Mittelsteine, sie verraten dir das Schema deines Würfels sofort.
Haben alle Zauberwürfel dieselben Farben?
Fast alle heutigen Würfel nutzen Weiß, Gelb, Rot, Orange, Blau und Grün im Standardschema. Die genauen Farbtöne unterscheiden sich aber je nach Hersteller. Manche Sammlerwürfel oder Spezialanfertigungen haben andere Farben, Motive oder Muster.
Kann man einen Zauberwürfel mit vertauschten Stickern lösen?
Meist nicht. Wurden Sticker zwischen zwei Steinen getauscht, entstehen Kombinationen, die mit Drehungen nie wieder zusammenpassen. Der Löser erkennt solche Fehler und zeigt die betroffenen Felder an.
Welche Farbe kommt beim Lösen zuerst?
Die meisten Anfängermethoden beginnen mit Weiß und enden mit Gelb. Das ist eine Gewohnheit und keine Regel. Speedcuber starten oft mit der Farbe, deren Kreuz gerade am schnellsten geht.
Woran erkenne ich vertauschte Sticker am Zauberwürfel?
Zähl zuerst, ob jede Farbe neunmal vorkommt. Danach suchst du Steine, die es nicht geben kann. Verdächtig sind zum Beispiel eine Kante, die Weiß und Gelb zugleich trägt, oder eine Ecke, deren Farben im Uhrzeigersinn falsch herum aufeinander folgen.
Kann ein Würfel spiegelverkehrt beklebt sein?
Das ist selten, lässt sich aber an jeder Ecke prüfen. Beim Standardschema folgen Weiß, Rot und Grün an ihrer Ecke im Uhrzeigersinn aufeinander. Ein gespiegelter Würfel hätte dieselben Paare, aber die umgekehrte Richtung.